Tipps von Gesundheitsexpertin Susanne Schneider
Nahrungsmittelallergien
Nahrungsmittelallergien gehören zu den häufigsten allergischen Erkrankungen. 7 – 10 % der Kinder und etwa 5 % aller Erwachsenen sind von Allergien betroffen. Allergien treten bei Männern doppelt so häufig auf, als bei Frauen. Bei Erwachsenen sind es oftmals Heuschnupfenallergiker, die auf Nahrungsmittel reagieren. Bei 6 – 8 % der Kinder unter 2 Jahren treten häufig Allergien gegen ein Protein in der Kuhmilch auf, so dass eine spezielle Nahrung, deren Eiweißanteil hydrolysiert ist, verfüttert werden muss. Bei einer Nahrungsmittelallergie, bei der Ihr Kind auf Kuhmilch allergisch reagiert, kann auch Sojamilch verfüttert werden. Allerdings ist darauf hinzuweisen, dass die klinische Erfahrung zeigt, dass nach vermehrtem Genuss von Soja auch hierauf vermehrt allergische Reaktionen auftreten. Oft wird auch die Neurodermitis bei Kindern mit einer Nahrungsmittelallergie in Verbindung gebracht.
Ein erweitertes Nahrungsmittelangebot durch z.B. exotische Früchte, wie Kiwis, Mangos etc. sowie eine steigende Tendenz zu stark verarbeiteten Lebensmitteln sind auch damit verbunden, dass eine starke Zunahme von potentiellen Allergien zu verzeichnen ist. Eine immer steriler werdende Umwelt und das dadurch immer schwächer werdende Immunsystem wird neben der genetischen Veranlagung für das vermehrte Auftreten von Lebensmittelallergien verantwortlich gemacht.
Nahrungsmittelallergien beruhen auf einer Störung des Immunsystems. Das Immunsystem bekämpft einen eigentlich harmlosen Stoff, das Allergen, mit der Immunabwehr. Bei einem Kontakt mit dem Allergen werden große Mengen eines bestimmten Eiweißstoffes, dem Immunglobulin, ausgeschüttet. Immer mehr Pollenallergiker reagieren über Kreuzreaktionen auch auf bestimmte Nahrungsmittel empfindlich. Als Folge einer Nahrungsmittelallergie wie z.B. auf Fisch, Nüsse, Milchprodukte, Zitrusfrüchte, etc. tritt eine Überempfindlichkeit nach dem Verzehr dieser Lebensmittel auf. Typischerweise reichen schon kleine Mengen aus, um die Symptome wieder hervorzurufen. Die Beschwerden sind sehr vielfältig und reichen von Erbrechen und Durchfall, Kopfschmerzen, Schnupfen Hautrötungen und Hautquaddeln bis hin zur Atemnot oder einem schweren lebensbedrohlichen allergischen Schock. Die Beschwerde treten meistens direkt nach der Aufnahme von Nahrungsmitteln auf. Häufig sind diese Reaktionen örtlich begrenzt. Der lebensbedrohliche allergische Schock kann bei einer allergischen Reaktion auf den gesamten Organismus entstehen. Hierbei fällt der Blutdruck stark ab und es kommt zu einer Erhöhung der Herzfrequenz, einer Verengung der Bronchien sowie Schwellungen im Bereich des Kehlkopfes.
Besonders häufig treten die Kuhmilchallergie, die Hühnereiallergie, Allergie gegen Fisch sowie gegen Obst und Gemüse auf.
Therapie
Wichtig ist es, dass man die Nahrungsmittel vermeidet, die die Allergien auslösen. Es bleibt leider oft nur die Möglichkeit auf verarbeitete Lebensmittel zu verzichten oder immer dieselben Artikel zu kaufen, mit denen man schon gute Erfahrungen gemacht hat. Es sollte aber dringend ein Hautarzt aufgesucht werden, sobald eine allergische Reaktion aufgetreten ist. Zur Vorbeugung kann bei Verdacht auf eine vererbte Allergie bei Kindern das Stillen empfohlen werden. Sie sollten aber dann mindestens 6 Monate stillen.
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