Unser Körper braucht Vitamine
Vitamine sind notwendige Stoffe, die wir über die Nahrung aufnehmen müssen, da unser Körper diese nicht selbständig bilden kann. Um genügend Vitamine zu sich zu nehmen, sollte auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung geachtet werden.
Alle Vitamine übernehmen in dem menschlichen System besondere Funktionen
- Eine Funktion der Vitamine ist die Umwandlung der Nahrung in Energie
- die Stärkung des Immunsystems
- die Bildung von Hormonen
- der Aufbau des Körpergewebes
- die Entgiftung unseres Körpers
- die Bildung von Blutkörperchen, Zellen, Zähnen und Knochen
Ein Vitamin wird allerdings von unserem Körper selber produziert, sobald wir genug Sonnenlicht erhalten, es handelt sich hier um das Vitamin D. Bei dem heutigen Überfluss an Nahrung ist es sehr schwierig zu erkennen, welche Vitamine man zu sich genommen hat. Dadurch ist es schwer zu erkennen, ob man einen Vitaminmangel hat oder eine Überversorgung vorhanden ist.
Gründe für Vitaminmangel
- sehr einseitige Ernährung
- eine Unternährung
- gestörte Vitaminaufnahme des Darms
- erhöhter Vitaminbedarf z.B. in der Schwangerschaft
- oder während der Stillzeit
Wichtig: Sollte eine Mangelerscheinung und ein Vitaminmangel vorliegen, müssen dem Körper zusätzliche Vitamine zugeführt werden.
Erst Ende des 19 Jahrhundert wurde durch einen polnischen Biochemiker das Symptom Vitaminmangel erkannt und untersucht. Die ersten Menschen die unter Vitaminmangel litten, waren die Japaner, da sich viele sehr einseitig durch geschälten Reis ernährten. In den heutigen Industrieländern kommt es eher selten zu Vitaminmangelerscheinungen. Trotzdem sollte das Thema nicht unterschätzt werden.
Man unterscheidet zwischen den fettlöslichen Vitaminen und den wasserlöslichen Vitaminen
Die fettlöslichen Vitamine nimmt man über Milch, Fisch, Eigelb, Leber, Früchte und Gemüse, Getreide sowie Pflanzenöle zu sich. Diese Vitamine heißen A, E, D und K und helfen dem Körper bei der Knochenbildung, Blutreinigung, Kalziumaufnahme, Zellenaufbau sowie bei unserem Sehvorgang bzw. Sehvermögen. Die fettlöslichen Vitamine können durch unseren Körper gespeichert werden, das bedeutet, dass man diese Vitamine auf Vorrat einnehmen kann und nicht durch eine tägliche Nahrungsaufnahme dem Körper zuführen muss.
Die wasserlöslichen Vitamine werden von unserem Körper nicht gespeichert. Sie müssen täglich dem Körper zugeführt werden. Bei den wasserlöslichen Vitaminen handelt es sich um die Vitamine B1, B2, B6, B12, C und Folsäure. Diese Vitamine befinden sich ebenfalls in den Nahrungsmitteln Fleisch, Fisch, Getreide, Kartoffeln, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Sojabohnen, Milch, Eigelb, Spinat sowie in Nüssen. Die wasserlöslichen Vitamine haben die Funktionen und Aufgaben des Stoffwechsels, Energiestoffwechsels, der Bildung von Cholesterin und Fettsäuren, Eiweißstoffwechsel und die Aufnahme von Folsäuren in unserem Körper übernommen.
Vitaminmangel hingegen kann zu Antriebslosigkeit, Mündigkeit, Schlappheit sowie zu ernsthaften Krankheiten wie Skorbut und Nachtblindheit führen. Wenn eine sehr große Mangelerscheinung vorliegt und ein gänzliches Fehlen der Vitamine im Körper vorhanden ist, kann es sogar für uns tödlich sein.
Auch in den Industrieländern kann es durch zu viel Stress, Alkohol, Nikotin, eine einseitige und falsche Ernährung, Diäten, Krankheiten, Medikamente, Schwangerschaft und die Stillzeit sowie bestimmte Umweltbelastungen zu Vitaminmangel kommen.
Eine Überdosierung der Vitamine A und D können zu Vergiftungserscheinungen führen. Das Vitamin D wird allerdings heute anhand seiner Aufgabe im Körper nicht mehr zu den Vitaminen sondern zu den Hormonen gezählt.
Bei der Verarbeitung von Vitaminen ist zu beachten, dass diese sehr empfindlich auf äußere Umwelteinflüsse reagieren. Vitamine reagieren sehr stark auf Licht, die Luft und Hitze. Früchte, Gemüse etc. verlieren sehr viel an ihrem Vitamingehalt, wenn sie nicht ordentlich gelagert sowie verarbeitet werden. Wenn man z.B. Gemüse oder Obst zerkocht, falsch und zu lange lagert, wiederholt aufwärmt und lange warm hält, sowie die Schale von Äpfeln entfernt, so nimmt man beim Verzehr kaum noch die wesentlichen Vitamine, die dem Körper zugeführt werden sollten, zu sich. Tiefgefrieren von Obst und Gemüse wiederum schadet den Vitaminen nicht.
