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Arzneimittel umfassen eigentlich alle Medikamente. Allerdings unterscheiden sich Arzneimittel aber zwischen denen, die für eine Diagnose einer Erkrankung oder einen Zustand verwendet werden, wie z.B. ein Kontrastmittel oder ein Blutpräparat, und denen, die zur Heilung oder zur Linderung sowie zur Vorbeugung verwendet werden. Blutpräparate und Kontrastmittel sind in diesem Falle keine Medikamente sondern gehören ausschließlich zu den Arzneimitteln. Das Wort Medikament leitet sich aus dem lateinischen Wort medicamentum ab, dieses bedeutet übersetzt Heilmittel. Alle Arzneimittel und Medikamente sind nach ihrem Namen, dem Wirkstoff sowie der Diagnosegruppe in einem Verzeichnis, der sogenannten Roten Liste, aufgeführt. Die ersten Medikamente bestanden aus Heilpflanzen und Kräutern sowie tierischen Substanzen. Heutzutage werden die meisten Medikamente synthetisch hergestellt. Laut verschiedener Studien sind in Deutschland inzwischen fast 1,9 Millionen Menschen medikamentenabhängig.
Heilmittel gehören auch im weitesten Sinne zu den Medikamenten, da sie helfen können, einen Zustand zu lindern oder bei einer medikamentösen Behandlung ebenfalls den Heilungsverlauf unterstützen können. Es gibt auch weitere unterstützende Maßnahmen, wie z.B. Massagen, Krankengymnastik, Badekuren sowie Ergotherapien, die einem Erkrankten zur medizinischen Unterstützung heilend zur Verfügung stehen. Viele Medikamente haben unerwünscht Nebenwirkungen, daher sollte zumeist eine Selbstmedikation vermieden werden, außer dieses geschieht bei einer ärztlichen Therapie. Eine Medikamenteneinnahme und deren Auswirkungen auf den Straßenverkehr ist gesetzlich im Arzneimittelrecht geregelt und wird immer in den Beipackhinweisen der jeweiligen Medikamente festgehalten. Auch eine Gefährdung der Umwelt, kann durch falsch entsorgte Medikamente entstehen, da Rückstände der Arzneimittel in sehr großen Mengen so in z.B. unser Grundwasser bzw. auch in Seen oder ins Meer oder in unsere Lebensmittel sowie in Verpackungsmaterialien gelangen können.
Eine Entwicklung eines neuen Medikamentes kann in etwa 12 Jahre dauern und ist sehr kostenintensiv. Eine Neuentwicklung ist immer ein sehr hohes finanzielles und wirtschaftliches Risiko für die einzelnen Firmen, da nur ein ganz geringer Teil der Substanzen aus der Forschung verkauft werden können.
Da seit dem 01.01.2004 die Preisbindung in Deutschland aufgehoben wurde, variiert inzwischen der Preis der einzelnen nicht verschreibungspflichtigen Medikamente. Allerdings werden die verschreibungspflichtigen Medikamente nach wie vor von der Arzneimittelpreisverordnung vorgeschrieben und geregelt.